Zelteinrichtung: Etwas mehr Ordnung bitte!

Wer schon einmal länger als zwei Nächte auf einem Zeltplatz verbracht hat, kennt das Problem mit der Struktur im Zuhause auf Zeit. Viele Zelte sind nach wenigstens 24 Stunden sowohl schmutzig als auch unordentlich sein, sodass der Besitzer im Inneren kaum etwas wiederfindet. Das allerdings lässt sich mit kluger Planung im Vorfeld verhindern. Alles, was es braucht, sind wenige Hilfsmittel und vielleicht auch ein Blatt Papier. Sieben unschlagbare Tricks rund um die Ordnung im Zelt:

Im Zelt sollte Wohlfühlen möglich sein. (Quelle: Robert Bye on Unsplash)

  1. Das Zelt in Zonen einteilen

Die meisten Festivalbesucher wissen, dass das Platzangebot auf den Zeltflächen in der Regel begrenzt ist. Das allerdings sollte niemanden dazu verleiten, auf ein ausreichend großes Zelt zu verzichten, denn der Innenraum spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um Ordnung und Komfort während der Festivaltage geht.

So sollte ein Zelt für zwei Personen so viel Platz bieten, dass zwei Matten inklusive Schlafsäcken nur die Hälfte des Innenraums bedecken. Die andere Hälfte lässt sich dann bequem für zusätzliche Zwecke nutzen. Ein zusätzlicher Tipp: Im eigenen Zelt stehen zu können, erleichtert das Umziehen und Bewegen erheblich.

Der Innenraum wird folglich in zwei grobe Zonen – den Schlafbereich und den Aufbewahrungsbereich eingeteilt. Zusätzlich empfiehlt es sich, ein Zelt mit Vorzelt zu nutzen, das über einen wasser- und schmutzfesten Boden verfügt. Im Vorzelt finden dann feuchte, schmutzige, nasse und wenig angenehm riechende Dinge einen Platz, sodass das Raumklima im Schafbereich nicht leidet. Vorteilhaft ist ein größeres Vorzelt auch, wenn es um die nächtliche Aufbewahrung von Campingstühlen, Geschirr und weiteren Hilfsmitteln geht. Schließlich weiß man nie, wer in der Dunkelheit so um die Zelte schleicht.

  1. Vertikale Lösungen berücksichtigen

Aufbewahrung im Zelt ist oft dann ein Problem, wenn nur die Bodenfläche ausgenutzt wird. Kleidung, Schuhe, Verpflegung, Hygieneutensilien und viele weitere Dinge müssen dann irgendwie auf wenigen Quadratmetern so untergebracht werden, dass sie sich leicht wiederfinden lassen und nicht kaputt gehen. Ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen.

Erheblich leichter fällt die sinnvolle Aufbewahrung mit vertikalen Lösungen. In guten Zelten ist es möglich, Hängeutensilos an Stangen zu befestigen. Je nach Utensilo verfügen diese Helfer über mehrere Fächer, in denen sich wichtige Gegenstände ganz leicht unterbringen lassen. So haben Festivalbesucher beispielsweise ihre Taschenlampe schneller zur Hand. Eine einfache Nähanleitung für ein Do-it-Yourself Utensilo gibt es bei crazypatterns.net.

  1. Wäsche nach Nutzung und Zustand sortieren

Gerade wenn der Festival-Aufenthalt länger als zwei Tage dauert, ist Kleider-Unordnung ein häufiges und unbeliebtes Problem. Getragene sowie ungetragene Wäsche mischt sich, sodass am Schluss niemand mehr weiß, was nun noch hygienisch ist und was nicht. Da gute Hygiene rund um das Zelt jedoch eine besonders wichtige Rolle spielt, sollte es auf keinen Fall so weit kommen.

Verhindern lässt sich mangelnde Kleiderordnung mit einem einfachen System:

  • Getragene Schmutzwäsche wird in einem Müllsack gesammelt, der sich zwischendurch zuknoten lässt.
  • Dinge, die bereits getragen wurden, aber noch nicht in die Wäsche gehören, lagern am besten hängend im Vorzelt. Eine Schnur hierfür ist schnell gespannt.
  • Saubere Wäsche und beliebte Festivalkleidung gehört in eine verschlossene Tasche im Innenbereich des Zelts. Hier können am Morgen stets frische Sachen herausgeholt werden, ohne dass Verwechslungsgefahr besteht.
  • Nachtwäsche wie Pyjama, Shorts, Shirt und Co. lagert am besten auf dem Schlafsack, sollte morgens nach dem Aufstehen jedoch ein klein wenig auslüften können.
  1. Schuhe müssen draußen bleiben

Eine der wichtigsten Regeln rund um saubere Zelte: Schuhe haben im Innenbereich nichts verloren! Mit ihnen nämlich tragen Festivalbesucher allerhand Schmutz in genau die Bereiche, in denen Matsch, Sand und undefinierbare Reste sicherlich nicht erwünscht sind.

Damit die eigenen Schuhe an regnerischen Wochenenden nicht von innen nass werden, lohnt sich das Verpacken in eine wasserdichte Tasche, die dann im Vorzelt abgestellt werden kann. Zeigt sich tagsüber die Sonne, ist es wichtig, feuchte Schuhe möglichst gut trocknen zu lassen. Sonst kann es passieren, dass sich sogar im größeren Vorzelt ein unangenehmer Geruch breit macht.

  1. Es werde Licht

Unerfahrene Zeltplatzgäste vergessen gerne, dass es während der Nachtstunden sehr dunkel werden kann. Selbst große Festivals wir Rock am Ring oder Wacken bieten auf Zeltplätzen keine besonders helle Beleuchtung. Was einerseits gut für alle Schlafenden ist, kann die Suche nach Dingen oder auch den Weg zum nächsten Dixiklo deutlich erschweren.

Aus diesem Grund braucht es im und um das Zelt eine clevere Licht Lösung. Am sinnvollsten ist es hier, keine klassische Taschenlampe mitzunehmen, sondern ein Licht mit Haken. Solche Lampen gibt es im Baumarkt. Hier werden sie für Handwerker angeboten, die beim Arbeiten in dunkleren Bereichen beide Hände frei haben müssen.

Die Lampe kann im Zelt am oberen Gestänge platziert und unkompliziert abgenommen werden. Auf diese Weise sind weder abenteuerlich gespannte Zeltschnüre noch die Suche nach einem Haargummi mitten in der Nacht eine Gefahr für die gute Laune.

  1. „Kleinkram“ bündeln

Es gibt zahllose kleine Dinge, die während eines Zeltwochenendes auf dem Festivalgelände anfallen: Haarklammern, Flaschenöffner, Klebeband und Ladegeräte sind nur ein winziger Teil dessen, was sich in Zelten so gut verstecken kann, dass es wie vom Erdboden verschluckt scheint. Wer jedoch minutenlang auf die Suche gehen muss, verpasst die Party draußen.

Umso wichtiger ist es, auch für kleine Dinge eine Lösung parat zu haben. Am einfachsten ist es, das bereits oben beschriebene Hängeutensilo zu nutzen und in eines der Fächer eine mit Reißverschluss versehene Tasche zu legen. In diese Tasche hinein kann dann all das gelegt werden, was sonst schnell verschwinden würde.

  1. Direkt wieder Ordnung schaffen

Es mag einfach klingen, ist auf Festivals aber oft eine Herausforderung: Dinge, die aus Taschen und Fächern genommen werden, abgelegte Wäsche und Schuhe sollten genau wie Abfall nicht einfach in das Zelt oder Vorzelt geworfen, sondern sofort an einen für sie passenden Ort gebracht werden. Wer vorab ein Ordnungskonzept entworfen hat, wird passende Plätze umso leichter identifizieren können und muss sich nicht lange mit Aufräumen und Suchen aufhalten.

Was Müll betrifft, lohnt sich die Aufbewahrung einer Tüte im Zelt. Hier hinein können dann kleinere Papierchen und weiterer Abfall gepackt werden, damit der Zeltboden möglichst sauber bleibt. Voraussetzung für dauerhafte Sauberkeit ist natürlich die regelmäßige Entsorgung der Abfalltüte.

 

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